Freitag 10. Juli: 4. Lauf
Am Freitag mussten wir wieder früh genug auf der Zielwiese sein um Elisabeth anzufeuern.
Das Wetter war wieder mal ziemlich wechselhaft und so hatten manche Glück und konnte ihre Strecke zurücklegen ohne einem Regentropfen zu begegnen. Die meisten jedoch hatten Pech und wurden von einem Regenschauer oder sogar von einem Hagelschauer

überrascht.
Mit meinem 4. Lauf war ich im allgemeinen sehr zufrieden (besonders wenn ich ihn mit den 2 ersten Läufen vergleiche, bei denen ich sehr viel Zeit in diesen herrlichen Wäldern verbracht habe).
Als alle von ihrem Lauf zurück waren mussten wir den richtigen Zeitpunkt abwarten, um unser Zelt abzubauen, ohne wieder vom Regen klatschnass zu werden.
Abends gab es dann Pizza von der Pizzeria direkt gegenüber. Dies war natürlich eine super Idee, da wir so 1. nicht kochen und 2. nicht spülen mussten. Danach mussten wir auch schon zum größten Teil unsere Koffer packen und etwas aufräumen, da wir am nächsten Tag zeitig nach unserem Lauf die Rückreise antreten wollten.
Meine Läufe:
Bei meinem ersten Lauf hatte ich ein Treffen mit einer Wespe, die mich aus irgendeinem Grund nicht zu mögen schien. Deshalb meinte sie, sie müsste sich mit mir anlegen und griff mich heimtückisch von hinten an: Sie stach mir ins Bein und am Hals. Die Wespe hatte mich jedoch unterschätzt und so fand sie ihr jähes Ende als ich sie wegschleudert und sie mit voller Wucht gegen einen Baum prallte. Dieser gefährliche aber

siegreiche

„Kampf“ hatte mir jedoch einen großen Teil meiner Konzentration geraubt und so verbrachte ich dann noch eine Stunde länger als geplant im Wald.
Mit meinem Zweiten Lauf bin ich auch nicht so zufrieden, da ich sehr ungenaue Kompassarbeit geleistet habe und so unendlich viel Zeit in den Postenräumen verloren habe.
Ab dem dritten Lauf ging es jedoch immer besser und so konnte ich die 5 Tage mit einem für meine Verhältnisse guten 5. Lauf abschließen.
Das Gelände hat mir während den 5 Tagen sehr gut gefallen und der mir von meinem Trainer ( Papa

) prophezeite Muskelkater ist auch ausgeblieben

Papa hat mir nämlich schon vor der Reise von den viiielen HÖHENMETER erzählt und mich gewarnt :
„Du kös noch ond keumen wenn du de bärjen erop moss.“
(= dt. : Du kommst außer Atem, wenn du die Berge hochlaufen musst.)
(= Interpretation: Du hast wieder mal viel zu wenig trainiert, die ganzen
Höhenmeter werden dich umhauen und komm dich am Ende nicht bei mir über
Muskelkater beklagen.).
Es war wieder mal eine unvergessliche Reise, die riesen Spaß gemacht hat, das gilt natürlich auch für unsere tolle Mädels-WG, die einfach alles super gemeistert hat, vom Kochen, Spülen, Müllraustragen, Teatime

, bis hin zu T-Shirts retten gehen (die auf den Balkon der Untermieter gefallen sind) und Toilettenpapier besorgen

.